Eigentlich wären die Seenger Männerturner das erste Weekend im September im englischen Cornwall unterwegs gewesen – wenn nicht das Corona-Virus alles durch einander gebracht hätte. Weil die grosse Reise abgesagt werden musste, schaute sich der Präsident Hansruedi Gehrig flugs nach einer Alternative in heimischen Gefilden um. Herausgekommen ist dabei ein Herbstausflug in der Visitenstube des Aargaus. Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!
Fast komplett traf sich der MTV um 9.30 Uhr bei der MZH. Einheitlich ins neue Tenue gekleidet, starteten die Männer zur Wanderung am Hallwilersee. Bald ging`s am Schloss Hallwyl vorbei und mancher nahm sich vor, diese dorfeigene Sehenswürdigkeit wieder einmal von innen zu betrachten. Bei der Boniswiler Badi lud uns Franz zum Apéro ein. Spätestens hier trauerte keiner mehr der verschobenen England-Reise nach. Wir konstatierten, dass die Badesaison noch keineswegs vorbei war: Schiffe, Stand Up Paddler und Schwimmer soweit das Auge reichte. In Birrwil machte sich der Männerriegen-Reflex bemerkbar: Es war nicht möglich am Restaurant Schifflände vorbeizulaufen. Nach dem kurzen Stop freute man sich bereits auf das Mittagessen im Seehotel Hallwil. Auf der Seeterrasse genossen wir ein feines Menue bei herrlichstem Spätsommerwetter. Nach dem Dessert und dem obligaten Schnupf bestiegen wir das Kursschiff für die Rundfahrt auf der oberen Seehälfte. Es wurde uns allen einmal mehr bewusst in welch schöner Gegend wir zu Hause waren!
Beim Delphin verliessen wir das Schiff, um die letzte Etappe auf dem Seeuferweg unter die Füsse zu nehmen. Bald erreichten wir die heimischen Rebberge. Wir konnten uns davon überzeugen, dass auch die Trauben zum Schlussspurt angesetzt hatten. Nach dem gemütlichen Ausklang im Testa Rossa hatte jeder vergessen, dass wir um diese Zeit eigentlich im Cornwall sein wollten. (kh)

Die Turnfahrt des MTV Seengen führte ins wildromantische Maderanertal im Kanton Uri. Der Männerturnverein versammelte sich wie immer früh am Samstagmorgen bei der Post in Seengen. Die Organisatoren hatten in der Einladung zur Reise versprochen, dass ein Sandwich und ein Malzgetränk abgegeben werde. Wer sich nun auf eine heisse Ovo gefreut hatte, wurde aber arg enttäuscht….. .
Mit Postauto und Zug, erreichte man in bester Wanderstimmung das Bergdorf Bristen. Dort brachte uns die Luftseilbahn ins beliebte Wandergebiet Golzern. An der Bergstation teilten wir uns auf. Während die einen den Höhenweg zum idyllischen Golzernsee einschlugen, nahmen die anderen unverzüglich die Bergwanderung zur Windgällenhütte in Angriff. Beide Gruppen genossen jenseits der Hektik und des Lärms der Gotthardautobahn ein stilles, raues Naturparadies, wo Kuhglocken den Ton angeben.
Gleich zu Anfang musste gleich der happigste Teil der Wanderung bewältigt werden. Auf einer Strecke von 2 km galt es eine Höhendifferenz von 600 m zu überwinden um die Alp Oberchäseren zu erreichen. Dort begegneten wir überraschenderweise einer Lamaherde. Vielleicht auch ein Zeichen des Klimawandels? Wesentlich weniger anstrengend ging es dann weiter über Bläck, Bernetsmatt und Ortliboden zur Windgällenhütte auf 2023 müM.
Nach kurzer Rast wurde bereits wieder der Abstieg über Schisseneggen und Nossplatten zum Golzernsee unter die Füsse genommen. Dort traf man sich wieder mit jenen Kameraden, welche sich für die andere Tour rund um den Golzernsee entschlossen hatten.
Mit einem kühlen Glas Weisswein stimmten wir uns alle auf einen langen und gemütlichen Abend im Berggasthaus Edelweiss ein.
Nach der Uebernachtung setzten wir unsere Wanderung auf dem Graspelenweg fort. Dieser führte uns am anderen Ufer des Golzernsees vorbei und dann über eine Steilstufe hinunter auf die Stössialp. Hier folgten wir dem Weg Tal auswärts, entlang dem schäumenden Kärstelenbach, über Lägni zurück zur Talstation der Luftseilbahn.
Das Postauto brachte uns von dort nach Flüelen, wo bereits das Schiff nach Luzern auf uns wartete. Die „Diamant“ wurde erst im Mai 2017 in Betrieb genommen und stellte damals einen Meilenstein in der Schweizer Schifffahrt dar. Der MTV Seengen setzte nun mit einem späten Mittagessen im Bordrestaurant noch das Tülpfelchen auf`s i dieses herrlichen Wander-Wochenendes. Während das imposante Bergpanorama an uns vorbeizog, freuten wir uns bereits auf die nächste Bergturnfahrt.
(kh)

 

 

Fotos von der Turnfahrt

 

 

 

Die Männerturner im Glück

Die diesjährige Bergturnfahrt des MTV Seengen stand unter einem sehr guten Stern. Sie führte uns in die Zentralschweiz. Nicht viel hätte gefehlt und es wäre nichts gewesen mit dem Wetterglück. Die Reise musste frühzeitig mangels Schlafplätzen auf das zweite September-Wochenende verschoben werden. So trat also der MTV Seengen den Ausflug nach Niederrickenbach mit der denkbar besten Wetterprognose an. Mit Postauto und Seetalbahn ging es zuerst nach Luzern und weiter mit dem Schiff nach Stansstad. Es war allen Passagieren anzusehen: Eine Schiffsfahrt bereitet immer Vergnügen, egal ob man Schüler oder Senior ist. Fast jeder erinnerte sich an eine Schulreise in dieser Gegend und gab zu erkennen, dass er jede Ecke rund um den Vierwaldstättersee kannte. Die Fahrt bei Kaffee und Gipfeli war viel zu kurz um in den Erinnerungen zu schwelgen.

Ab Stansstad ging es mit der Zentralbahn weiter nach Dallenwil und von dort mit der Luftseilbahn nach Niederrickenbach. Im Pilgerhaus deponierten wir einen Teil unseres Gepäcks und machten uns unverzüglich auf den Weg zur Talstation der Haldigratbahn. Manch einer kannte diese Strecke noch aus den Tagen mit dem Boniswiler Skiclub, wo man hin und wieder als Gast vom Skihaus profitieren durfte.

Nach dem Picknick auf dem Alpboden ging die Wanderung so richtig los. Die gelöste Stimmung in der Gruppe war die beste Voraussetzung, um die 700 Höhenmeter auf den Haldigrat zu bewältigen. Schon bald genoss man auf der Terrasse des Panorama-Restaurants die herrliche Aussicht. Es zeigte sich einmal mehr, dass von Seengen aus nicht nur das Stanserhorn, Buochserhorn, Brisen und Bürgenstock zu sehen ist, sondern dass die Sicht auch umgekehrt funktioniert: Richtung Norden lag das ganze Mittelland ausgebreitet. Die 3 Seen, Sempacher-, Baldegger- und Hallwilersee waren willkommene Orientierungshilfen. Richtung Süden waren die weissverschneiten Berner Gipfel Eiger, Mönch und Finsteraarhorn zum Greifen nah.

Belohnt durch diese grandiose Rundsicht war der Rückweg nach Niederrickenbach via Chrüz- und Hüet-Hütte keine grosse Sache mehr. Im Pilgerhaus des Klosters Maria-Rickenbach waren wir hervorragend aufgehoben. Nach einem feinen Apéro auf dem Kirchplatz stand schon das Nachtessen bereit. Jeder genoss das herrliche Essen mit dem Rotwein aus Kastanienbaum, dessen Rebberg wir auf der Schifffahrt gesehen hatten. Noch vor dem Dessert gesellte sich ein singendes Männer-Quartett aus der Ostschweiz zu uns. 3-stimmig wurden unzählig bekannte und weniger bekannte Lieder zum Besten gegeben wobei der MTV Seengen jeweils für den Refrain zuständig war. Der stimmungsvolle Abend dauerte bis tief in die Nacht und im Handumdrehen standen wir wieder am Frühstücks-Buffet.

Frisch gestärkt wurde der 2. Tag in Angriff genommen. Das neue Ziel war die Musenalp. Nach Dutzenden von Turnfahrten waren sich die Seenger einig: Es gibt kaum schönere Plätze in der Schweiz! Zu unseren Füssen lag der Vierwaldstättersee in seiner ganzen Pracht und rund herum genossen wir die Aussicht wie man sie sonst nur aus den Prospekten kennt. Nach einer Bratkäs-Schnitte in der Alp-Beiz wurde der letzte Teil der Wanderung über den Bleikigrat zurück nach Niederrickenbach in Angriff genommen. Wir erlebten 2 unvergessliche Tage, für die wir den Organisatoren Richi und Dieter ganz herzlich danken.

kh/ 09-2018 

Mehr Bilder

 

Genuss und Gemütlichkeit 

(Zu den Fotos ...)

Dies war das Motto der diesjährigen Turnfahrt des MTV Seengen und seinen Gästen. Auf der 3-tägigen Fahrt über die Vogesen in die Pfalz und dann durch den Schwarzwald zurück in die Schweiz genoss die Reisegesellschaft alles, was der Titel versprach.

Am Freitagmorgen führte uns Willi Gloor mit seinem Car  zuerst nach Bartenheim im Elsass. Hier wurden wir bereits von den Wirtsleuten des „Lion Rouge“ erwartet. Mit einem ausgezeichneten Frühstück, bestehend aus Kaffee und Croissants, diversem Gebäck, Butter und Konfitüren wurden die Weichen für den ganzen Ausflug auf „angenehm“ gestellt.

Kurze Zeit später stellten wir uns den kolossalen Eindrücken der Soldaten-Gedenkstätte auf dem Hartmannsweilerkopf. Das Mahnmal für die 30`000 Gefallenen beindruckt auch 100 Jahre nach dem schrecklichen Ereignis immer noch enorm.

Bald ging die Fahrt weiter durch das Skigebiet der Vogesen bis zum Grand Ballon auf 1110 m Höhe über Meer. Dort kehrten wir in die „Ferme Auberge“ (Besenbeiz) der Familie Bronner ein und liessen uns mit französischer Bauernküche verwöhnen: das „Entrée“ mit Chèvre chaud sur toast accompagné de crudites und dann die „Plat principale“ mit Viande de porc fumée avec Roigabrageli (geräucherter Schweineschinken gekocht, mit Bratkartoffeln) löste Begeisterung aus. Bereits jetzt warf der eine oder andere Männerriegler seine Vorsätze über den Haufen und langte kräftig zu. Es wurde Rübis und Stübis aufgegessen. Als von der charmanten Bedienung auch noch ein feines Dessert nach Wahl und auf Verlangen mit Nachschlag serviert wurde, blieben keine Wünsche mehr offen. 

Die Fahrt durch das Elsass ging weiter nach Bergheim zur riesigen Kellerei Lorentz. Eine Führung durch den traditionellen Keller mit den gewaltigen 80 hl-Eichenfässern imponierte uns sehr und der moderne Teil mit den 300 hl-Tanks in Reih und Glied machte uns sprachlos. Dagegen half uns aber schnell die anschliessende Degustation von 7 Weinen. Sie überzeugte uns von der Qualität der Elsässer Weine. Jeder fand ein Produkt, das ihm besonders gut gefiel. Da auch hier für die „Neutralisation“ der Geschmacksnerven Brot und Gebäck in allen Variationen und viele verschiedene Häppchen gereicht wurde, fühlten wir uns wie Gott in Frankreich.

Bald verliess man das überaus gastfreundliche Frankreich und fuhr via Strasbourg nach Landau in der Pfalz. Im Parkhotel zu Landau ging das Schlemmen am Buffet für das Nachtessen weiter. Am nächsten Morgen fuhren wir unter der Führung von Heide-Marie zum Deutschen Weintor, dem südlichen Anfang der Deutschen Weinstrasse. Sicher scheint die Sonne auch anderswo, doch kaum ein anderer Landstrich in Deutschland wird mit durchschnittlich 2000 Sonnenstunden so verwöhnt wie die Pfalz. In diesem Stück Paradies gedeihen neben einem Meer von Reben verschiedenster Sorten auch Feigen, Kiwis und Ess-Kastanien. Wenn Ende Februar die Mandelbäume blühen, staunen nicht nur die Touristen, sondern auch den Einheimischen wird bewusst, dass sie von der Natur verwöhnt werden. Nach einem kurzen Abstecher auf das Hambacher Schloss wird es Zeit für die Degustation auf dem Weingut Nickel.

Zuerst lässt uns Frau Nickel ein deftiges Mittagessen mit Saumagen und Sauerkraut servieren. Trotz anfänglicher Skepsis bei den Männerrieglern liessen sich die meisten von dieser kulinarischen Köstlichkeit mit den besten Zutaten überzeugen: Es wurde wieder alles weggeputzt! Die anschliessende Degustation von 8 verschiedenen Weinen offenbarte die Vielseitigkeit der Kelterei. Auch hier liessen wir uns hauptsächlich von den Rotweinen überzeugen. Zum Essen genossen wir einen sehr guten Dornfelder Cuvée und beim Degustieren gefielen sowohl der Merlot wie auch der Spätburgunder. Auch der eine oder andere Weisswein (fast 90% der gesamten Produktion) fand unser Gefallen. Beim anschliessenden Rundgang durch die Rebberge wurden unsere Fragen vom Junior-Chef kompetent beantwortet. Die Zucker-Messung beim Regent ergab 86° Oechsle. Gleichzeitig  musste der Rebbergbesitzer feststellen, dass die Kirschessig-Fliege vor keiner Landesgrenze Halt macht: Er passte sofort das Programm für die Weinlese vom Montag entsprechend dem festgestellten Fliegen-Befall an. Nachdem auch die Trauben-Erntemaschine von unseren Spezialisten studiert worden war, war es schon wieder Zeit für die Rückkehr nach Landau.

Den Sonntag nahmen wir mit einem wunderbaren Frühstücksbuffet im Hotel in Angriff. Gut verpflegt, bei schönem Wetter und ohne Stau ging es weiter nach Freiburg im Breisgau. Dort hatte unsere Reiseleitung die nächste Degustation mit der Brauerei Ganter arrangiert. Wer jetzt denkt, dass dies auf tieferem kulinarischem Niveau als die Weindegustationen stattfindet, der täuschte sich gewaltig. Wir erlebten mit all unseren Sinnen, wie sich die Zutaten Hopfen, Malz, Hefe und Wasser durch das Brauwunder in das köstliche GANTER Bier verwandelten. Die Erlebnisführung mit der erfahrenen Führerin vermittelte viel Wissenswertes, gespickt mit humorvollen Anekdoten. Natürlich durften wir auch direkt vor Ort in der historischen Kesselbar die  vielfältigen Produkte verköstigen. Trotz einiger Brauereiführungen, die wir schon erlebt haben, übertraf diese an Ausführung und Erklärung alle anderen. Zum guten Eindruck dieser Brauerei trug auch die Schwarzwald-Event-Organisation bei, welche das Catering und die Bewirtung in eigener Regie durchführte. Die jungen Leute errichteten auf dem Gelände der Brauerei eine gemütliche Festwirtschaft mit Grill und Salatbuffet, welche auch einem 4-Stern Hotel gut angestanden wäre. 

Noch war unser Schlaraffen-Weekend nicht ganz zu Ende, denn es fehlte noch der Kaffee mit Kuchen. Für diesen Schlusspunkt liessen wir uns an den Titisee im Schwarzwald fahren. Einmal mehr staunten wir, was alles im Bauch Platz findet. Aber nach einem solchen Wochenende durfte man nicht locker lassen; ein Stück Schwarzwäldertorte gehörte einfach noch dazu!

Viele haben zum guten Gelingen des Wochenendes etwas beigetragen und alle haben genau das Richtige getan. Auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren und Spender. 

Für getreues Protokoll: der Aktuar

 

Super Wetter und tolle Schneeverhältnisse auf dem Oberberg!

Zu den Fotos...

Nun sind auch die Fotos von Urs ONLINE !

Am 1. Septemberwochenende machte sich der Männerturnverein Seengen auf, um alte Erinnerungen im Lötschental aufleben zu lassen.

Verwöhnt durch eine lang anhaltende Schönwetterperiode packten die Mitreisenden nur widerwillig den Regenschutz ein;  war doch für den Sonntag seit langem wieder einmal schlechtes Wetter angesagt worden. Als jedoch beim Start zur Reise jeder noch das obligate Reise-Znüni fassen konnte, nahm die gute Laune rasch wieder überhand. Kurz vor 10 Uhr begrüsste uns bereits die Walliser Sonne in Goppenstein. Nur ein paar Minuten brauchte das Postauto für die ersten 200 Höhenmeter nach Wiler. Aber auch dort wurde von den wackeren Männerturnern noch keine grosse Leistung eingefordert. Weitere 500 Höhenmeter legten die Sportler aus dem Seetal souverän mit der Lauchernalp-Gondelbahn zurück. Traditionsbewusst wie der MTV nun einmal ist, kehrte man ins dortige Bergrestaurant ein, um sich für alles Künftige zu wappnen. Frisch gestärkt nahmen dann die 20 Aargauer den Kampf mit der hochalpinen Umgebung auf. Der Lötschentaler Höhenweg bietet eine wunderbare Rundsicht auf Berge und Gletscher. Die schönen Picknickplätze unterwegs und am Schwarzsee werden uns in bester Erinnerung bleiben. Das Bietschhorn mit den flankierenden Gletschern war unser ständiger Begleiter. Am Anfang sahen wir eher die Westflanke, beim Zwischenstopp auf der Tellinalp dominierte es die Gegend direkt von vis à vis und gegen Ende der Wanderung zeigte es uns seine Ostflanke.

Das Hotel auf der Fafleralp bot Anlass, sich an frühere Turnfahrten  zu erinnern. Während dem Nachtessen wurde manche Anekdote zum Besten gegeben. Weil im gleichen Speisesaal auch der Männerchor von Brittnau verpflegt wurde, konnten wir uns über mangelnde musikalische Unterhaltung nicht beklagen. Die Männer aus dem Unterwiggertal verfügten über ein sehr breites Repertoir. Mit diversen Trinkliedern, „Lumpe-Liedern“ und auch Schnitzelbänken vermochten sie die Anwesenden zu begeistern. Mit dem Seenger-Lied leisteten  auch wir gerne unseren Beitrag dazu.

Während die einen dann brav zu Bett gingen, zögerten die anderen das Ende des herrlichen Tages noch mit einem  „Hose-n-abe“-Jass ein wenig hinaus.

Den Sonntag starteten wir recht skeptisch wegen des Wetterberichts. Es konnte uns  aber nichts aufhalten und wir machten uns flugs auf in Richtung Viertausender. Unser Schwung reichte aber nicht ganz bis zum Aletschhorn, sondern nur bis zum Gletschertor des Langgletschers. Beeindruckt von der veränderten Situation durch den Rückzug des Gletschers machte sich jeder seine Gedanken.

Ein Teil der kürzlich stark verjüngten Mannerriege liess es sich nicht nehmen und stieg noch bis zur modern renovierten Anenhütte  (2360 M. ü. M.) auf. Bald  ging es auf dem 2. Teil der Rundwanderung zurück zur Fafleralp. Nachdem alle ihre aktuellen Leistungsgrenzen ausgelotet hatten, genossen wir das Mittagessen aus dem Rucksack umso mehr. Der Wettersituation angepasst, schenkten wir am Sonntagnachmittag in Kippel dem Lötschentaler Museum unsere ganze Aufmerksamkeit.

Bald ging es mit der SBB wieder dem Flachland zu. Bereits im Bahnwagen versicherten wir uns gegenseitig, dass wir noch immer eine sehr leistungsfähige Truppe waren. Schliesslich hatte auf der Schweizerkarte nur ein Fingerbreit gefehlt und wir wären auf einem Viertausender gewesen!

Mit grossem Applaus wurde die Arbeit der Organisatoren verdankt. Richi und Dieter hatten sehr gutes geleistet! Zum Schluss machte uns der Präsident noch auf die nächste Turnfahrt gluschtig: Sie wird uns an die deutsche Weinstrasse führen. Wir freuen uns schon jetzt!

(kh)

Zur Fotogalerie...

Schneeweekend des MTV Seengen

Schon traditionsgemäss machte sich eine stattliche Schar Seenger Männerturner, verstärkt durch 2 Kollegen aus Boniswil am dritten Februarwochenende, genauer am Samstagmorgen um halb acht, auf den Weg Richtung Ibergeregg/Oberberg. Bis vor einigen Jahren trafen sich Männerturner aus dem ganzen Kanton Aargau dort zum Skifahren. Heute sind leider nur noch die Schlossrueder und die Seenger Turner übriggeblieben, die Schlossrueder noch verstärkt mit Feuerwehrleuten. 

Bei der Abfahrt war der Himmel zwar bedeckt, aber alle freuten sich auf zwei schöne und erlebnisreiche Tage im Schnee, umso mehr, als sich zum ersten Mal einige Turner auf die Schneeschuhe wagten.

Am Ziel angekommen, teilte sich die Gruppe auf in Skifahrer und Schneeschuhwanderer. Die Skifahrer machten sich sogleich auf und liessen sich mit dem Skilift Handgruobi in die Höhe bringen. Sie genossen am Morgen den Neuschnee auf den Pisten im Gebiet Zwäcken und Stägleren-Rothenfluh. Nach dem obligaten Znünikafi in der Alphütte Zwäcken begann es leider zu schneien. Nach einigen weiteren Abfahrten im Schneetreiben verschoben sich die Skifahrer Richtung Holzegg, um dort die andere Gruppe zum gemeinsamen Mittagessen zu treffen.

Die Schneeschuhwanderer, zu der auch der Schreibende gehörte, startete nach stärkendem Kaffee und Nussgipfel im Restaurant Oberberg ebenfalls. Während die schneeschuherfahrenen Kollegen rasch ihre Geräte angeschnallt hatten, mussten wir Neulinge zuerst lernen, wie die Schneeschuhe an den Füssen befestigt werden mussten. Bald waren dann alle bereit und los ging‘s durch die tief verschneite Landschaft Richtung Ibergeregg. Unser Oberturner Urs Bolliger hatte die Tour so vorbereitet, dass wir uns zum Mittagessen mit den Skifahrern im Restaurant Holzegg treffen konnten. Im ersten Teil bis zur Ibergeregg hatten wir ein paar happige Aufstiege zu meistern und auch der Neuschnee hatte es in sich. Zum Glück hatten wir einen alpen-, himalaya- und andenerpropten Führer vorneweg, der eine schöne Spur in den Schnee legte und uns Greenhörnern damit das Leben bzw. das Gehen doch stark erleichterte. Bis zur Ibergeregg hatten wir etwas länger als erwartet und mussten leider den geplanten Zwischenhalt weglassen, um noch einigermassen pünktlich zum Mittagessen zu kommen. Aber der schöne Marsch vom Oberberg zur Passhöhe durch den tief verschneiten Winterwald hat uns dafür voll entschädigt. 

Der zweite Teil von der Passhöhe zur Holzegg war  weniger anstrengend, da wir uns meistens auf Winterwanderwegen bewegten. Dafür schneite es immer stärker und an exponierten Stellen blies auch ein kräftiger Wind. Nach  einem weiteren rund einstündigen Marsch erreichten wir dann unser Ziel. Unsere Skifahrerkollegen sassen schon am reservierten Tisch und erwarteten uns.

Das Essen in der Holzegg war wie gewohnt sehr gut. Da das Wetter draussen immer verrückter spielte, genossen wir die Mittagspause länger und vielleicht auch mit einem Bier mehr als üblich. 

Kurz nach zwei Uhr wagten wir uns dann doch wieder nach draussen. Die Skifahrer wollten noch etwa ein Stunde fahren und wir Schneeschuhwanderer machten uns gemütlich auf den Weg. Das nächste Ziel war natürlich das Schnapshüsli, wo wir auch nach einer guten Stunde fast zeitgleich mit den Skifahrern ankamen. Die erste Herausforderung ist es hier immer, in der engen Gaststube einen Platz zu finden. Hier trafen wir auf die ersten Schlossrueder. Auf den legendären Hirnipick mussten wir verzichten, da er nicht mehr im aktuellen Getränkeangebot steht. Aber der Ersatz ist auch nicht ohne und so genehmigten wir uns vor der Rückweg zum Oberberg noch zwei, drei Gläschen davon.

Wie jedes Jahr übernachteten wir im Skihaus des STV Baden in Oberberg. Hier trafen wir auch unsere Kollegen aus Schlossrued. Und auch der Küchenchef Daniel und seine Frau waren schon an der Arbeit, als wir ankamen. Nachdem alle gewaschen oder geduscht und umgezogen waren und auch wussten, wo sie schlafen sollten, traf man sich unten im Essraum zum gemütlichen Abend. Nach dem feinen Nachtessen liessen wir mit jassen oder plaudern den ersten Tag ausklingen.

Am Sonntagmorgen zeigte sich das Wetter von einer ganz anderen Seite. In der Nacht hatte es stark geregnet und der Schnee ist dadurch stark zusammengefallen. Es war recht warm draussen und wir ahnten schon, dass die Verhältnisse ganz anders waren als am Samstag.

Nach einem reichhaltigen Frühstück bedankten und verabschiedeten wir uns schon wieder vom Hauswart Daniel. Die Schlossrueder sagten uns schon bald auf Wiedersehen und machten sich auf den Heimweg.

Wir Seetaler teilten uns wieder auf zum Skifahren und Schneeschuhlaufen. Durch den Regen und das warme Wetter ist der Schnee nass und schwer geworden, keine guten Voraussetzungen zum Skifahren. 

Zum Schneeschuhwandern waren die Verhältnisse noch etwas besser. Bei immer schöner werdendem Wetter marschierten vom Oberberg zur Sternenegg. Da wir heute genug Zeit hatten, konnten wir im Skihaus einkehren und uns für den Rückmarsch stärken. Zum Mittagessen trafen wir uns im Restaurant beim Skilift Handgruobi mit den Skifahrern. Da es zu warm war und niemand mehr auf die Piste wollte, genossen wir auf der Terrasse die warme Frühlingssonne bis in den späten Nachmittag, bevor wir den Heimweg unter die Räder nahmen.

H. Gehrig

 

 

Mehr Fotos vom Oberberg ...

 

 

 

 

 

 

Freitag

Beim Einsteigen hatte der längst zur Gewohnheit gewordenen Regen aufgehört. Schon dieses kleine positive Zeichen genügte, um all Teilnehmer in frohgemute Stimmung zu versetzen. Je weiter die Fahrt dauerte, desto blauer zeigte sich der Himmel. Der Reiseleiter Herbert Rust dämpfte die Erwartungen der Reiselustigen ein Wenig mit seinen Ausführungen von der Rekognoszierung, welche offensichtlich bei miserabler Witterung stattgefunden hatte. Trotzdem stieg die Stimmung mit zunehmender Dauer der Fahrt immer mehr. Bald zweigte man von der Autobahn Mulhouse-Paris Richtung Süden ab und der Kreiselschmuck wurde immer reichhaltiger. Wir fuhren an alten Trotten, stählernen Riesen-Trauben und kompletten kleinen Rebbergen mitten in den Rondells vorbei: wir waren definitiv im Burgund angekommen. Nachdem wir sogar einen „Natur-Keller“ mit eingelagerten Fässern passiert hatten, war es Zeit für die erste Degustation.

Verwöhnt durch das einheimische Angebot vermochten die offerierten Weine jedoch nicht alle zu überzeugen. Wir waren überrascht, dass 4 von 5 Weinen von weissen Trauben stammten und nicht wie erwartet, kräftige Rotweine um unsere Gunst warben!

Nach der Degustation im Hause Olivier Leflaive zu welcher auch ein Mittagessen in 3 Gängen gehörte, ging es weiter zum Hotel. Bald bestätigt sich auch dort unsere erste Burgund-Erfahrung, dass wir uns in einem Anbaugebiet von hauptsächlich weissen Weinen befanden.

Samstag

Am Samstagmorgen ging es mit dem technischen Teil des ausgesprochenen „Männerprogramms“, welches uns die Reiseleitung zusammengestellt hatte weiter. Im Château de Savigny konnten wir die ganze technische Entwicklung von der Draisine bis zur Ariane-Rakete bestaunen. Die verschiedenen Schwerpunkte der Ausstellung wie Autos, Motorräder, Kampf-Flugzeuge, Feuerwehrgerät und Rebbau-Traktoren fanden alle ihre Interessenten. Leider konnten die Technik-Fans unter uns das Gebotene nur sowohl mit einem lachenden, als auch mit einem weinenden Auge geniessen. So interessant die einzelnen Exponate waren, so dringend nötig hätte das meiste eine sorgfältige Restauration gebraucht!

Die anschliessende Degustation mit integriertem Mittagessen fiel wieder sehr versöhnlich aus. Einerseits verzichtete der Gastgeber auf die angedrohte Portion Burgunder-Schnecken und anderseits wurde diesmal vom besten Wein (einem Roten) auf Verlangen sogar nachgeschenkt!

Anschliessend verbrachten wir ein paar Stunden im schönen Städtchen Beaune. Hier spürte man auf Schritt und Tritt, was der französische Ausdruck „Savoir vivre“ bedeuten könnte!

Sonntag

Nach dem guten Frühstücks-Buffet im Hotel Kyriad ging es schon wieder auf die Heimreise. Sobald wir die Autobahn in Besançon verliessen, präsentierte sich die Landschaft nochmals von einer sehr französischen Seite. Willy Gloor, unser bewährter Chauffeur und Inhaber des Cars fuhr bald einmal ab der Strasse und überraschte uns an diesem herrlichen Sonntagmorgen mit einem Apéro, den er aus den Tiefen seines Fahrzeuges hervorzauberte. Kurz nach der Landesgrenze, in Travers, wurde zum Mittagessen angehalten. Das „Crête de l`anneau „ wirkte von aussen eher unscheinbar, aber im Innern war es umso leistungsfähiger! In Erinnerung bleiben wird es uns allerdings vor allem wegen der einmaligen Akustik, der grünen Fée und dem freundlichen Personal, welches vor allem die jüngeren Mitglieder des MTV gut versorgte.

Es war ein überaus gelungener Schlusspunkt eines herrlichen Wochenendes im Burgund.

(Karl Holliger)

 

Zur Fotogalerie